Christina Emig – Könning         -    Regisseurin u. künstl. Leiterin der „theaterkapelle10245“

 

Lena Taege arbeitete bei mir als Tänzerin und Schauspielerin in der Uraufführung der Performances „Lasset die Kindlein!“ v. Thomas Martin 2009. Der Text erzählt die Geschichte der Kindsmörderin Sabine, die 2005 - 9 ihrer Kinder geboren und dann liegen gelassen in Blumentöpfen beerdigt hat. Das Material untersucht Motive, stellt unbequeme Fragen und verarbeitet vor allem das enorme Medieninteresse, Zeitungsartikel, die interpretieren, lügen, spekulieren, behaupten, manipulieren u.s.w.

Die Hauptfigur teilte sich in 4 Personen – Lena arbeitete als Solistin, die anderen drei Darsteller fungierten vor allem als Chor.

Lena war eine späte Spontanbesetzung – ursprünglich war eine andere Tänzerin besetzt, die aber ein Irrtum war, da sie nicht probierte. Lena sprang kurzfristig in die Arbeit – mit unglaublicher Lust, Energie, Freude und Offenheit stellte sie sich den verschiedensten Situationen – hörte sensibel auf den Text, „schmiss“ sich unglaublich in die Szene, erfand mit ihren Körper, suchte, probierte staunend und sich beobachtend, was ihr Körper ihr sagte – bot ständig an, verwarf, korrigierte – ihr Körper war unglaublich durchlässig, assoziativ, immer voller Geheimnis, niemals Angst vor Extremen, vor Tempo, Grenzüberschreitung...sie schonte sich keine Minute – arbeite immer sinnlich, immer sensibel mit den Kollegen – nahm sich aber im richtigen Moment die Bühne und brillierte. Lenas Körper und ihr wunderbares Gesicht erzählen ständig Geschichten, immer ist da eine Wut, eine Verlorenheit, eine Sehnsucht, eine Zerbrechlichkeit, eine Kraft , eine wunderschöne Traurigkeit und Sinnlichkeit. Sie arbeitet genau, arbeitet nach, ihre Phantasie scheint unerschöpflich – sie ist neugierig, öffnet sich für die verschiedensten Formen – sie fragt nach, lernt, saugt auf, ist neugierig. Ihr gestisches Material entsteht spontan, immer kennt man es irgend woher...immer hat es ein Geheimnis.

...sie hat beim Sprechen Mut zur Leidenschaft, denkt genau, arbeitet bewusst mit dem Verausgaben ihres Körpers, kontrolliert sucht sie die Stimme zu führen – sie benutzte aber auch wunderbar unartikulierte Laute, Schreie...Lena ist wie ein unglaublich offenes Kunstwerk, was sich formt, bildet, beschreibt beim Arbeiten. Nach Kritik ist sie immer wieder hungrig, sensibel hört sie zu, denkt nach, verändert spielerisch ...beim Spielen, Tanzen wird sie zu einer großen Persönlichkeit, sie hat eine großartige Bühnenverdrängung und strahlt von unglaublicher Schönheit bei allen Grausamkeiten oder Abgründen, die sie an ihr Publikum verschenkt. Alles ist von großer Musikalität, Offenheit und Zerbrechlichkeit – nichts wird „abgeliefert“ - sie produziert bei jeder Vorstellung immer wieder staunend neu.

Ich danke für diese wunderbare Erfahrung , Lena begegnet zu sein, möchte immer wieder und ein 2. Mal mit ihr arbeiten und eine Reise machen...ich wünsche ihr weiter spannende Arbeiten...

         

 

Kenji Ouellet     -    Film Director

 

I have had the opportunity to work with Lena Taege while directing and producing "When the Finger points at the Moon" (a middle-length film) and "Self, Cinema No.1"

(a shorter film), in which she held the main roles.

I would describe Mrs. Taege as an ambitious performer with a very strong work ethic. She showed a tremendous amount of dedication, patience and flexibility during our work together. Her professionalism and intelligence made working with her a pleasure for all her acting colleagues and for me. Since she was at that time acting for the first time in English, the role involved a lot of preparation, which she accomplished with sustained interest while showing her ability by improving rapidly.

 

A few scenes of the film involved extensive stunt choreography, which she learned and performed herself, learning those skills for the movie.

I had the impression that her dance education, while being an obvious advantage when trackling such tasks, also has an influence on her personal, physical approach to the characters she plays.

 

Besides working with her I have had the opportunity to see her playing on the stage here in Berlin and I can attest that she is a very convincing theatre performer as well.

I would like to highly recommend her both as a film and theatre actress.